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Mobilbox oder KI-Assistent: Was passt zu Ihrem Betrieb?

Was Anrufer auf der Mobilbox tun, was ein KI-Telefonassistent anders macht und wann die Mobilbox völlig reicht. Ein ehrlicher Vergleich für KMU.

Von Clemens Waldmann, Gründer 5 Min. Lesezeit

Wer allein oder im kleinen Team arbeitet, kann nicht jeden Anruf annehmen. Für diese Momente gibt es die Mobilbox, den Anrufbeantworter Ihres Netzes. Seit einiger Zeit gibt es eine zweite Möglichkeit: einen KI-Telefonassistenten, der den Anruf annimmt und mit dem Anrufer spricht.

Dieser Artikel zeigt, worin sich beide unterscheiden, wann die Mobilbox völlig reicht und worauf Sie achten sollten, wenn Sie über einen Assistenten nachdenken.

Was auf der Mobilbox passiert

Der Anrufer hört Ihre Ansage und danach einen Piepton. Jetzt muss er selbst entscheiden, was er sagt. Manche Anrufer sprechen eine klare Nachricht mit Namen, Rückrufnummer und Anliegen auf. Andere sagen nur „Bitte um Rückruf“, vergessen ihren Namen oder legen gleich wieder auf.

Für Sie heißt das: Sie hören jede Nachricht ab, notieren, worum es geht, und rufen zurück. Ob etwas dringend ist, erfahren Sie erst beim Abhören. Wer aufgelegt hat, ohne etwas zu sagen, taucht höchstens als verpasster Anruf in Ihrer Anrufliste auf. Worum es ging, wissen Sie dann nicht.

Wie oft Anrufer bei Ihnen auflegen, statt etwas aufzusprechen, können Sie selbst herausfinden.

So zählen Sie nach: Notieren Sie eine Woche lang, wie viele Anrufe Sie verpasst haben und wie viele Nachrichten auf der Mobilbox waren. Die Differenz sind ungefähr die Anrufer, die nichts hinterlassen haben. Ein Beispiel mit angenommenen Zahlen: Bei 20 verpassten Anrufen und 12 Nachrichten haben rund 8 Anrufer nichts hinterlassen. Wer zweimal anruft, zählt doppelt; es geht um eine grobe Größe, nicht um eine genaue Zahl.

Was ein KI-Assistent anders macht

Ein KI-Telefonassistent nimmt den Anruf an und führt ein kurzes Gespräch. Statt Ansage und Piepton gibt es Fragen und Antworten:

  • Er sagt zu Beginn, dass der Anrufer mit einer KI spricht.
  • Er fragt nach Name, Rückrufnummer und Anliegen, bis die wichtigen Angaben da sind.
  • Er erkennt nach Regeln, die Sie festlegen, ob etwas dringend ist.
  • Einfache Fragen, etwa nach Öffnungszeiten oder Anfahrt, beantwortet er aus Ihren Angaben.
  • Nach dem Gespräch lesen Sie das Anliegen als Text mit kurzer Zusammenfassung, statt eine Aufnahme abzuhören.

Genauso wichtig sind die Grenzen. Ein guter Assistent erfindet nichts. Was er nicht weiß, nimmt er als Rückrufwunsch auf. Termine und Preise sagt er nicht von sich aus zu, denn die entscheiden Sie.

Der Vergleich auf einen Blick

Was Mobilbox KI-Assistent
Begrüßung Ansage und Piepton Gespräch, zuerst der Hinweis auf die KI
Angaben was der Anrufer von sich aus sagt fragt nach Name, Nummer und Anliegen
Dringendes erst beim Abhören erkennbar nach Ihren Regeln erkannt und gemeldet
Fragen bleiben offen aus Ihren Angaben beantwortet
Danach Nachrichten abhören Anliegen als Text lesen

Wann die Mobilbox reicht

Die Mobilbox ist nicht schlechter, sie ist einfacher. Sie reicht gut, wenn diese Punkte auf Ihren Betrieb zutreffen:

  • Sie bekommen wenige Anrufe und heben meistens selbst ab.
  • Ihre Anrufer sind vor allem Stammkunden, die Sie kennen und die eine Nachricht hinterlassen.
  • Sie hören die Mobilbox ohnehin mehrmals am Tag ab und rufen zeitnah zurück.
  • Wirklich Dringendes kommt bei Ihnen kaum vor.
  • Jemand im Büro nimmt die meisten Anrufe an.

Trifft das zu, bringt Ihnen ein Assistent wenig zusätzlich. Dann ist eine gute Ansage mit der Bitte um Name, Nummer und Anliegen die einfachste Lösung.

Wann ein Assistent hilft

Anders sieht es aus, wenn das Telefon Ihre Arbeit oft unterbricht oder Anrufe verloren gehen:

  • Sie können während der Arbeit oft nicht abheben, etwa auf der Baustelle, in der Werkstatt oder beim Kunden.
  • Es rufen viele neue Kunden an, die Sie noch nicht kennen.
  • Es gibt dringende Fälle, von denen Sie sofort wissen müssen.
  • Anrufer fragen immer wieder dasselbe: Öffnungszeiten, Anfahrt, ob Sie eine bestimmte Leistung anbieten.
  • Mehrere Personen kümmern sich um Rückrufe, und alle sollen sehen, wer was übernimmt.
  • Anrufe kommen auch abends oder am Wochenende.

Beides zusammen

Sie müssen sich nicht ganz entscheiden. Mit einer Rufumleitung legen Sie fest, wann der Assistent übernimmt. Die Art „Keine Antwort“ leitet zum Beispiel nur um, wenn Sie nach einigen Sekunden nicht abheben. Sind Sie besetzt oder ohne Netz, gilt Ihre bisherige Einstellung, etwa die Mobilbox. Soll der Assistent alle diese Fälle übernehmen, nehmen Sie „Alle bedingten“; diese Art ersetzt die Mobilbox. Wie das geht, steht im Artikel Rufumleitung am Handy einrichten.

Worauf Sie bei einem Assistenten achten sollten

Bevor Sie sich für einen KI-Assistenten entscheiden, lohnen sich ein paar Fragen an den Anbieter:

  • Sagt der Assistent zu Beginn, dass eine KI spricht?
  • Antwortet er nur aus Ihren Angaben, oder erfindet er etwas, wenn er es nicht weiß?
  • Werden Gespräche als Ton aufgenommen? Wo liegen die Daten, und trainieren sie KI-Modelle?
  • Können Sie selbst mit ihm sprechen, bevor ein Kunde anruft?
  • Bleibt Ihre Nummer, oder brauchen Sie eine neue?
  • Was zählt als Minute, und was zählt nie?

Eine Mobilbox speichert Nachrichten übrigens als Tonaufnahme. Auch hier lohnt sich die Frage, wer sie abhören kann und wie lange sie bleiben.

Wo Tellondi hilft

Tellondi ist ein KI-Telefonassistent für KMU. Er nimmt jeden Anruf an, auch nach Feierabend, sagt zuerst, dass eine KI spricht, und notiert das Anliegen mit Name, Rückrufnummer und Zusammenfassung. Dringendes steht oben in der Inbox und kommt sofort per E-Mail. Es gibt keine Tonaufnahme, Ihre Gespräche trainieren keine KI-Modelle, und die Daten liegen in der EU. Ihre Nummer bleibt; Sie schalten nur eine Rufumleitung auf Ihren Assistenten. Sobald Sie ein Paket gewählt haben, sprechen Sie im Browser mit ihm, bevor ein Kunde ihn hört. Wie das im Alltag aussieht, zeigt So funktioniert’s.

Ihr Telefon, in guten Händen.

Ihr Assistent nimmt jeden Anruf an, notiert das Anliegen und meldet Dringendes zuerst. Ihre Nummer bleibt.