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Telefonie

Rufumleitung am Handy einrichten: A1, Magenta, Drei

Welche Arten der Rufumleitung es gibt, mit welchem Code Sie sie ein- und wieder ausschalten und was hilft, wenn das Handy einen Fehler meldet.

Von Clemens Waldmann, Gründer 5 Min. Lesezeit

Sie stehen auf der Baustelle, sitzen beim Kunden oder fahren gerade. Das Handy klingelt, und Sie können nicht abheben. Eine Rufumleitung sorgt dafür, dass der Anruf trotzdem ankommt: Ihr Netz leitet ihn auf eine andere Nummer um, zum Beispiel zu einer Kollegin, ins Büro oder zu einem Telefonassistenten.

Eingeschaltet wird die Umleitung mit einem kurzen Code, den Sie wie eine Telefonnummer wählen. Ihr Netz merkt sich die Einstellung. Deshalb kann sie auch greifen, wenn Ihr Handy ausgeschaltet ist.

Die Arten der Rufumleitung

Sie entscheiden, wann ein Anruf umgeleitet wird. Es gibt fünf Arten:

Art Umgeleitet wird, wenn …
Alle bedingten Sie nicht abheben, besetzt sind oder kein Netz haben
Keine Antwort Sie nach einigen Sekunden nicht abheben
Besetzt Sie gerade telefonieren oder einen Anruf ablehnen
Nicht erreichbar Ihr Handy aus ist oder kein Netz hat
Immer ein Anruf kommt, sofort und ohne Klingeln

Unsere Empfehlung ist „Alle bedingten“. Ein einziger Code deckt alle Fälle ab, in denen Sie nicht rangehen können. Ihr Handy klingelt weiter wie gewohnt, und Sie heben ab, wenn es gerade passt. Diese Art ersetzt die Mobilbox Ihres Netzbetreibers. Wie lange Ihr Handy vor der Umleitung klingelt, legt bei diesem Code Ihr Netz fest.

Möchten Sie die Klingelzeit selbst bestimmen, nehmen Sie „Keine Antwort“. Hier schreiben Sie die Sekunden in den Code, erlaubt sind 5 bis 30. Bei „Keine Antwort“, „Besetzt“ und „Nicht erreichbar“ gilt in allen anderen Fällen Ihre bisherige Einstellung, etwa die Mobilbox. Diese drei Arten lassen sich auch einzeln einschalten und kombinieren.

„Immer“ passt nur für Zeiten, in denen Sie gar nicht selbst telefonieren wollen. Ihr Handy klingelt dann nicht mehr, jeder Anruf geht sofort an die Zielnummer.

Die Codes zum Ein- und Ausschalten

In jedem Code steht Nummer für die Zielnummer, also die Nummer, auf die Ihre Anrufe gehen sollen. Schreiben Sie sie mit Ländervorwahl, in Österreich also mit +43 statt der ersten Null. Die 20 bei „Keine Antwort“ sind die Sekunden; dort können Sie einen anderen Wert eintragen.

  • Alle bedingten (empfohlen)
    Einschalten: **004*Nummer#
    Ausschalten: ##004#
  • Keine Antwort nach 20 Sekunden
    Einschalten: **61*Nummer**20#
    Ausschalten: ##61#
  • Besetzt
    Einschalten: **67*Nummer#
    Ausschalten: ##67#
  • Nicht erreichbar
    Einschalten: **62*Nummer#
    Ausschalten: ##62#
  • Immer
    Einschalten: **21*Nummer#
    Ausschalten: ##21#

Die Codes sind ein Standard für Mobilfunknetze, den die meisten Netze verstehen (siehe Quellen). Deshalb stehen hier für A1, Magenta und Drei dieselben Codes. Mit einer SIM-Karte jedes Netzes geprüft haben wir sie noch nicht. Die Codes je Netz mit allen Hinweisen finden Sie auch auf eigenen Seiten: A1, Magenta, Drei und andere Netze.

Achtung, Mobilbox: ##004# schaltet alle Umleitungen für diese Fälle aus, auch die Umleitung zur Mobilbox. Wollen Sie danach Ihre Mobilbox zurück, fragen Sie Ihren Netzbetreiber, wie Sie sie wieder einschalten.

Schritt für Schritt

  1. Öffnen Sie auf Ihrem Firmenhandy das Ziffernfeld, mit dem Sie sonst Nummern wählen.
  2. Tippen Sie den Code ein, mit Ihrer Zielnummer statt Nummer, und drücken Sie die Anruftaste.
  3. Warten Sie einige Sekunden, bis Ihr Handy die Umleitung bestätigt.
  4. Prüfen Sie danach mit einem Anruf von einem anderen Telefon, ob die Umleitung klappt. Heben Sie dabei am Firmenhandy nicht ab.

Hat Ihr Handy zwei SIM-Karten, wählen Sie den Code über die SIM-Karte Ihrer Firmennummer. Sonst leiten Sie die falsche Nummer um.

Typische Fehler und was hilft

Das Handy meldet einen Fehler. Prüfen Sie zuerst, ob alle Sterne und Rauten stimmen und die Zielnummer vollständig ist. Hilft das nicht, kennt Ihr Netz den Code vielleicht in einer anderen Form. Fragen Sie dann Ihren Netzbetreiber, wie Sie Anrufe auf eine andere Nummer umleiten.

Die Sekunden werden nicht angenommen. Manche Netze nehmen nur 5, 10, 15, 20, 25 oder 30 Sekunden an. Wählen Sie einen dieser Werte.

Die Mobilbox meldet sich nicht mehr. Das ist bei „Alle bedingten“ so gewollt, denn die Umleitung ersetzt die Mobilbox. Soll die Mobilbox weiter Anrufe annehmen, wenn Sie besetzt sind oder kein Netz haben, schalten Sie statt „Alle bedingten“ nur „Keine Antwort“ ein.

Das Handy klingelt gar nicht mehr. Dann ist wahrscheinlich „Immer“ eingeschaltet. Mit ##21# schalten Sie diese Umleitung aus.

Niemand hat getestet. Ein Fehler in der Umleitung fällt sonst vielleicht erst auf, wenn ein Kunde nicht durchkommt. Ein Probeanruf von einem anderen Telefon ist schnell gemacht und gibt Gewissheit.

Was die Umleitung kostet

Je nach Tarif kann die Umleitung Kosten verursachen. Ob und wie viel, steht in Ihrem Tarif. Im Zweifel fragen Sie Ihren Netzbetreiber, bevor Sie die Umleitung einschalten.

Wieder ausschalten

Jede Art hat ihren eigenen Code zum Ausschalten. Er beginnt immer mit zwei Rauten: ##004#, ##61#, ##67#, ##62# oder ##21#. Wählen Sie ihn wie beim Einschalten und warten Sie auf die Bestätigung. Danach klingelt Ihr Handy wieder wie früher. Ob sich die Mobilbox wieder meldet, hängt davon ab, welche Umleitung Sie ausgeschaltet haben; der Hinweis zur Mobilbox oben erklärt, warum.

Rufumleitung auf Ihren Assistenten

Mit Tellondi schalten Sie die Rufumleitung auf die Nummer Ihres Assistenten. Ihre eigene Nummer bleibt, und die Nummer des Assistenten ist im Paket enthalten. Für A1, Magenta, Drei und andere Netze zeigt Tellondi Ihnen die Codes zum Ein- und Ausschalten, und ein Prüfanruf zeigt, ob die Umleitung klappt. Prüfanrufe zählen nie zu Ihren Minuten. Alles Weitere lesen Sie unter Rufumleitung einrichten.

Quellen

  1. 3GPP TS 22.030: Bedienung von Mobiltelefonen, darin die Codes für die Rufumleitung (externe Seite)
  2. 3GPP TS 22.082: Rufumleitung im Mobilfunk, darin die Wartezeit von 5 bis 30 Sekunden (externe Seite)

Ihr Telefon, in guten Händen.

Ihr Assistent nimmt jeden Anruf an, notiert das Anliegen und meldet Dringendes zuerst. Ihre Nummer bleibt.